Wettanbieter mit deutscher Lizenz im 2026: Wer auf der GGL-Whitelist steht und was die Erlaubnis tatsächlich leistet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer „Wettanbieter mit deutscher Lizenz“ sucht, will am Ende eine Liste mit zehn Namen — und die Antwort auf die Frage, was diese Lizenz ihm eigentlich bringt. Beides hängt zusammen. Die Liste ist nur dann brauchbar, wenn klar ist, wofür die Erlaubnis steht und wofür nicht. Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (§ 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV). Wer Slots, Poker oder Casinospiele betreibt, braucht eine eigene Erlaubnis. Die Sportwetten-Erlaubnis deckt diese anderen Produkte ausdrücklich nicht ab.

Ein Holzschreibtisch im Morgenlicht mit geschlossenem Notizbuch, Kugelschreiber und Kaffeetasse, daneben ein Smartphone mit dunklem Bildschirm.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot.

Stand der Lizenzdaten: 19 Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Spielerschutz und Einzahlungslimit: Was eine deutsche Erlaubnis tatsächlich erzwingt

Eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL bündelt Pflichten, die ein Wettender unmittelbar spürt. Wer bei einem lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnet, akzeptiert Regeln, die kein Anbieter ohne Erlaubnis akzeptieren muss. Die wichtigsten sind Vollidentifikation und das anbieterübergreifende Einzahlungslimit, der Ausschluss über OASIS und die Parallel­spiel-Sperre — alles Bestandteile des seit Juli 2021 geltenden Glücksspielstaatsvertrags.

Mindestalter ist 18 Jahre (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter für längstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung (§ 6a GlüStV). Wer direkt die volle Identifikation durchläuft, fällt nicht unter diese Übergangsregel — die regulären Limits greifen sofort.

Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € nach § 6c

Die zentrale Schutzschraube ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei der GGL (LUGAS) (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Ein höherer Betrag bis 10.000 € ist nur zulässig, wenn der Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Spielers individuell und nachprüfbar belegt — eine Eigenerklärung reicht nicht. Im Korridor zwischen 10.000 € und 30.000 € gilt die Hürde nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spielerschaft. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine ruhige Tribüne unter bedecktem Himmel.
Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden.

Wer heute plant, im Monat deutlich über 1.000 € zu setzen, wird an einem Anbieter mit GGL-Erlaubnis nicht vorbeikommen, ohne diese Hürde zu dokumentieren. Genau deshalb fällt die Frage „Wer sind die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz?“ für einen Teil der Wettenden anders aus als für den Rest. Für die meisten passt das Limit. Für wenige passt es nicht — und die landen notwendig bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis, mit allen Konsequenzen, die in den Abschnitt zur Aufsicht und zum Spielerschutz (siehe unten) gehören.

OASIS und die Aktivitätsdatei: Warum Doppelregistrierung nicht funktioniert

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV). Jeder Anbieter mit Erlaubnis muss bei Registrierung und Login prüfen, ob ein gesperrter Account vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt — sonst mindestens ein Jahr. Wer einmal gesperrt ist, bleibt es, bis die Frist abläuft und ein Antrag auf Aufhebung gestellt wird.

Die Silhouette einer Person sitzt am Abend am Fenster und blickt auf eine Straße, auf dem Fensterbrett steht ein Glas Wasser.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

Parallel dazu verhindert die Aktivitätsdatei, dass ein und dieselbe Person bei mehreren Anbietern gleichzeitig aktiv ist (§ 6h GlüStV). Wer auf einem Sportwettenkonto spielt, kann nicht parallel auf einem zweiten eingeloggt sein. Was harmlos klingt, schließt eine gängige Taktik aus: Konten bei mehreren Anbietern parallel zu nutzen, um Bonusbedingungen zu kombinieren. Es funktioniert in Deutschland nicht.

Hinzu kommt der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV). Ein Klick im Spielerkonto sperrt das Konto für 24 Stunden, sofort und ohne Rückfrage. Wer den Ernstfall kennt, weiß das zu schätzen.

Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat mit diesen Mechanismen nichts zu tun. Weder OASIS noch LUGAS sind verbunden, der Panikbutton fehlt, das Einzahlungslimit fehlt, die Vollverifikation im Sinne von § 6a GlüStV fehlt. Das ist nicht die einzige Konsequenz — wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat im Streitfall keine deutsche Aufsicht, an die er sich wenden kann.

Top 10 Wettanbieter mit deutscher Lizenz

Die folgende Liste führt zehn Anbieter auf, deren Sportwetten-Domain am 02.10.2026 auf der Whitelist der GGL geführt wurde. Sie ist eine Auswahl, kein Gesamtmarkt. Im Jahr 2024 hielten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten, 27 davon mit aktivem Angebot; im September 2026 standen insgesamt 129 Veranstalter und Vermittler auf der Whitelist, über alle Glücksspielarten hinweg.

Was die Liste leistet und was nicht: Sie zeigt, welche Marken aktuell mit deutscher Erlaubnis Sportwetten anbieten, und über welche maltesischen Gesellschaften das operativ läuft. Sie beantwortet nicht die Frage, wer der „Beste Wettanbieter mit deutscher Lizenz“ — weder die GGL noch die Whitelist führen ein Ranking. Die Bewertung einer Marke hängt davon ab, was der Leser sucht: Live-Tiefe, Quotenniveau, Auszahlungs­geschwindigkeit, Spieltiefe bei den Randsportarten. Solche Eigenschaften werden im Detail unten je Anbieter eingeordnet.

Marke Erlaubnisstatus laut Whitelist Erlaubnis­inhaber (laut GGL) Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 Whitelist-Eintrag aktiv I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026
Winamax Whitelist-Eintrag aktiv WINAMAX SA 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022)
Tipico Whitelist-Eintrag aktiv Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
Sportingbet Whitelist-Eintrag aktiv Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag aktiv NetX Betting Limited, Birkirkara (Malta) 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
LeoVegas Whitelist-Eintrag aktiv LVSports Limited 21.10.2024
AdmiralBet Whitelist-Eintrag aktiv Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024)
bet-at-home Whitelist-Eintrag aktiv Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Betano Whitelist-Eintrag aktiv Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan (Malta) 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
NEO.bet Whitelist-Eintrag aktiv Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)

Eine Folgeerlaubnis ersetzt die ursprüngliche Erlaubnis nicht — sie ist eine neue Genehmigung mit aktualisiertem Bedingungswerk. Das ist relevant, wenn man nachvollziehen will, ob ein Anbieter seit dem ersten Startschuss im Oktober 2020 den Wechsel in den neuen Rechtsrahmen mitgemacht hat. Bei Tipico, Sportingbet, Sportwetten.de, AdmiralBet, bet-at-home, Betano und NEO.bet ist das dokumentiert. Winamax hat am 29.06.2021 seine Ersterlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt erhalten und sie mit Bescheid vom 08.12.2022 verlängert bekommen. Bet3000 ist mit Datum 22.04.2026 der jüngste Neueintrag in dieser Liste. LeoVegas erhielt die Erlaubnis am 21.10.2024 — ebenfalls vergleichsweise spät.

Wie die Reihenfolge zustande kommt — und wofür sie nichts garantiert

Die Reihenfolge in der Tabelle folgt keinem sportlichen Ranking, keinem Quotenniveau, keiner Bonusfreundlichkeit. Sie folgt dem Alphabet der Markennamen, weil die entscheidende Eigenschaft bereits in der Spalte „Erlaubnisstatus“ steht: Wer eine Whitelist-Erlaubnis hat, ist erlaubt. Wer sie nicht hat, ist unerlaubt. Innerhalb der Erlaubten ist „besser“ oder „schlechter“ eine Frage, die vom Quotenvergleich bis zur Tiefe der Live-Märkte reicht — und genau diese Eigenschaften sind nicht Whitelist-Aufgabe.

Der Leser entscheidet selbst, was ihm wichtig ist. Wer die Quotierung einzelner Events vergleichen will, schaut am Wettprogramm des Anbieters. Wer Fußball-Live bis in die regionale Liga sucht, sucht sich einen Anbieter mit entsprechender Markttiefe. Wer auf den ersten Euro Bonus verzichten kann, sucht die Marke mit dem niedrigsten Quotennachteil im Hauptspiel. Das sind alles legitime Entscheidungen — aber sie sind Eigenschaften des Angebots, nicht der Lizenz.

Was eine deutsche Lizenz ist und was nicht — und warum das hier jeden Anbieter einzeln betrifft

Eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL heißt: Der Anbieter darf in Deutschland Sportwetten über die Domain anbieten, die in der Whitelist unter seinem Namen steht. Drei Dinge ergeben sich direkt.

Erstens: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf auch Sportwetten annehmen. Eine .de-Domain allein beweist nichts. AdmiralBet hat eine eigene Sportwetten-Erlaubnis für Admiralbet.de und eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de — das sind zwei Erlaubnisse mit unterschiedlichen Regeln.

Zweitens: Die Erlaubnis trägt die maltesische Konzernmutter oder eine andere EU-Gesellschaft als Inhaberin. Hillside (Europe) ENC, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, ist der Whitelist-Eintrag hinter Bet365.de. Die I.B.C. Sportsbetting Limited steht hinter Bet3000.de. Greenvest Betting Limited steht hinter NEO.bet. Das ist im EU-Rechtsrahmen unproblematisch; es bedeutet aber, dass im Streitfall die maltesische Gesellschaft Vertragspartner ist, nicht eine deutsche. Die deutsche Aufsicht durch die GGL bleibt davon unberührt.

Drittens: Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt keine Casinospiele ab. Wer die Whitelist-Rubrik „virtuelle Automatenspiele“ oder „Online-Casinospiele“ eines Inhabers prüft, findet dort gegebenenfalls weitere Erlaubnisse — Sportingbet zum Beispiel führt im Impressum eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022 zusätzlich zur Sportwetten-Erlaubnis vom 21.12.2022. Beide stehen unter GGL-Aufsicht, beide sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln.

Was die Erlaubnis nicht kann: Sie sagt nichts über Quotenniveau, Live-Tiefe, Auszahlungs­geschwindigkeit oder Bonusgestaltung. Hier entscheidet der Anbieter — innerhalb der Werberegeln des § 5 GlüStV, der Sportwettensteuer und der Pflicht, Einzahlungen vom eigenen Konto des Spielers entgegenzunehmen (§ 6b Abs. 4 GlüStV).

Marktanalyse: Wohin der deutsche Sportwettenmarkt fließt

Wer die zehn Anbieter einordnet, sollte wissen, in welchem Markt das passiert. Der Tätigkeitsbericht der GGL für das Jahr 2024 beziffert die Bruttospielerträge der Sportwettenanbieter mit GGL-Erlaubnis auf 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wetteinsätze beliefen sich auf rund 8,2 Mrd. Euro (2023: 7,9 Mrd. Euro), die durchschnittliche Auszahlungsquote über alle lizenzierten Anbieter hinweg lag bei 76 Prozent nach 78 Prozent im Jahr 2023. Diese Quote ist die mittlere Rückzahlung an die Spielerschaft über alle Wettmärkte; die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge der Anbieter, die in der Branche als Quotenschlüssel diskutiert wird und je nach Markt und Sportart stark schwankt.

Fußball macht 78 Prozent der Wetteinsätze aus, gefolgt von Basketball mit 8 Prozent, Tennis mit 5 Prozent, Kombinationen aus verschiedenen Sportarten mit 5 Prozent und Eishockey mit 1 Prozent. Pre-Match-Wetten und Live-Wetten liegen 47 zu 53. Der regulierte deutsche Glücksspielmarkt insgesamt erreichte 2024 ein Volumen von rund 14,4 Mrd. Euro (gemessen an den Bruttospielerträgen), die Steuereinnahmen aus Glücksspielen summierten sich auf rund sieben Mrd. Euro im selben Zeitraum.

Vertriebsseitig liefen 2024 rund 28 aktive Internetseiten für Sportwetten, stationär verteilten 2.300 Wettvermittlungsstellen das Angebot, und die rund 12.000 ODDSET-Annahmestellen des Deutschen Lotto- und Totoblocks hatten für den stationären Vertrieb noch eine Übergangsregelung, die am 30.06.2024 auslief. Diese Übergangsregelung gehört zu den Erklärungen, warum im stationären Vertrieb der ODDSET-Marken bis 2024 überhaupt Spieleinsätze entstanden sind.

Kanalisierung: Wie groß der unerlaubte Markt ist

Die GGL weist in ihrem Tätigkeitsbericht 2024 eine Kanalisierungsquote von 77 Prozent für den Online-Glücksspielmarkt insgesamt aus. 23 Prozent des Marktvolumens 2024 entfielen danach auf unerlaubte Angebote. Für den Sportwettenmarkt allein zeigt die Marktanalyse auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen für das Jahr 2022 eine Kanalisierungsquote deutlich über 95 Prozent, mit einem Marktanteil unerlaubter Anbieter von weniger als fünf Prozent.

Beide Zahlen werden oft vermischt zitiert. Entscheidend ist, was jeweils gemessen wird: Die 77 Prozent beziehen sich auf den gesamten Online-Glücksspielmarkt, also Slots, Poker und Casino eingeschlossen — Sparten, in denen der unerlaubte Anteil erfahrungsgemäß hoch ist. Die über 95 Prozent für 2022 beziehen sich auf den Sportwettenmarkt allein. Wer ein Ranking der „beste Wettanbieter mit deutscher Lizenz“ liest, sollte wissen, dass die Kanalisierungsquoten je nach Sparte stark auseinandergehen.

Wohin die GGL-Aufsicht greift — und wohin nicht

Die Zahl der Untersagungsverfahren der GGL ist deutlich gestiegen: von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025. 1.843 illegale Webseiten waren 2025 aufgrund von Untersagungen oder Netzsperren nicht mehr aus Deutschland erreichbar. Die GGL selbst formuliert ihren Auftrag so, dass erlaubte Anbieter auf der Whitelist stehen und unerlaubte Angebote soweit möglich vom Markt ferngehalten werden sollen.

Dass die GGL am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie Platincasino warnte, illustriert die Stoßrichtung: Wer im Internet wirbt und keine Whitelist-Erlaubnis hat, gerät in den Fokus. Das schützt den Leser einer Bestenliste nicht davor, Werbung zu sehen, die nicht zur Whitelist gehört; es zeigt nur, dass die Aufsicht sich darum kümmert.

Die zehn Anbieter im Detail

Die folgenden Abschnitte gehen die zehn Marken aus der Tabelle einzeln durch. Was ein Anbieter im Detail bietet, kann sich schnell ändern — die Lizenzdaten stammen vom 02.10.2026, der Whitelist der GGL entnommen.

Bet3000

Bet3000 ist der jüngste Neueintrag in der Liste der hier vorgestellten Anbieter — die GGL-Whitelist führt die Erlaubnis mit dem Erstdatum 22.04.2026, hinter Bet3000.de steht die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema. Erste Lizenz, keine dokumentierte Folgeerlaubnis, kein älterer Bestand. Wer einen Anbieter mit erwiesener Praxis im deutschen Markt sucht, hat bei einem anderen Namen mehr Historie; wer einen Neueintrag im Jahr 2026 sucht, hat hier einen Anhaltspunkt. Da die Whitelist kein Enddatum führt, ist aus dem Eintrag keine Restlaufzeit der Erlaubnis abzuleiten — eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, wird aber bei Verlängerung nahtlos weitergeführt.

Winamax

Winamax ist eine der Marken mit dokumentierter Erteilung im Jahr 2021: Erlaubnis vom 29.06.2021, ausgestellt vom Regierungspräsidium Darmstadt, verlängert mit Bescheid vom 08.12.2022. Hinter Winamax.de steht die WINAMAX SA. Die französische Mutter ist im Pokerbereich bekannt; im deutschen Sportwettenmarkt ist die Marke weniger prominent als etwa Tipico oder bet-at-home, was nicht über die Erlaubnis entscheidet, aber über die Sichtbarkeit in Werbung und Mainstream-Berichterstattung.

Tipico

Tipico ist im stationären Geschäft seit langem sichtbar und einer der ersten Anbieter auf der Whitelist überhaupt: Ersterlaubnis mit Datum 09.10.2020, Folgeerlaubnis mit Datum 09.12.2022. Hinter Tipico.de steht die Tipico Co. Limited. Erwähnenswert: Beim Bundesgerichtshof ist ein Verfahren anhängig, in dem ein Kläger von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 fordert (Az. I ZR 90/23); der BGH hat am 25.07.2024 dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht. Der Generalanwalt am EuGH hält es in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unerlaubte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, sieht aber eine Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Der Ausgang ist offen und ändert nichts am aktuellen Erlaubnisstatus — er ist Hintergrund, keine Empfehlung.

Sportingbet

Sportingbet tritt auf Sportingbet.de mit der Sportingbet (Deutschland) Limited auf. Die Erlaubnis ist mit Datum 09.10.2020 erteilt und mit Datum 21.12.2022 Folgeerlaubnis erneuert. Für virtuelle Automatenspiele nennt das Impressum eine zusätzliche Erlaubnis vom 15.11.2022. Wer einen Anbieter sucht, der neben Sportwetten auch ein Casino-Segment unter eigener GGL-Erlaubnis führt, hat hier eine Doppeloption — was die Lizenz erlaubt und was das Casino dann tatsächlich an Spielen zeigt, ist Sache des Produkts, nicht der Whitelist.

Sportwetten.de

Der Anbieter unter Sportwetten.de firmiert als NetX Betting Limited, mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Whitelist führt eine Ersterlaubnis mit Datum 19.11.2020 und eine Folgeerlaubnis mit Datum 16.12.2022. Damit gehört Sportwetten.de zu den frühen Whitelist-Einträgen aus dem Erlaubnis-Stichtag Oktober 2020 und hat den Wechsel in den neuen Rechtsrahmen reibungslos mitgemacht. Außenstehende Verwechslungsgefahr: Die Domain klingt nach einem redaktionellen Angebot; sie ist aber Anbieter und nicht Verbraucherschutzportal.

LeoVegas

LeoVegas ist auf Leovegas.de mit der LVSports Limited vertreten. Die Sportwetten-Erlaubnis hat das Erstdatum 21.10.2024, also vergleichsweise spät — und für virtuelle Automatenspiele besteht eine zusätzliche Erlaubnis seit dem 27.02.2023. Die Marke ist im Casino-Bereich etabliert, der Einstieg in deutsche Sportwetten ist neuer. Wer den Anbieter aus dem Casino-Segment kennt und nun eine Sportwetten-Option mit deutscher Erlaubnis sucht, hat hier eine Anlaufstelle.

AdmiralBet

AdmiralBet erscheint mit Admiralbet.de und der Greentube Betting Malta Limited. Die Whitelist führt drei Daten: Erstdatum 09.10.2020, Folgeerlaubnis 13.12.2022 und eine weitere Folgeerlaubnis 29.07.2024 — drei Genehmigungs­schritte in fast vier Jahren, was eine ungewöhnliche Aktualisierungs­dichte belegt. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine zusätzliche Erlaubnis seit 28.09.2022. Hinter der Marke steht die österreichische Novomatic-Gruppe, deren Wettterminals in Österreich stark sichtbar sind.

bet-at-home

Bet-at-home ist mit der Bet-at-home.com Internet Limited auf Bet-at-home.de vertreten. Erstdatum 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit 28.12.2022. Die Marke ist eine der etablierten europäischen Wettmarken, mit langer Historie auch im DACH-Raum. Für deutsche Sportwetten gehört bet-at-home zu den frühen Whitelist-Einträgen.

Betano

Betano tritt mit der Domain Betano.de und der Betkick Sportsbetting Limited auf, einem österreichischen Unternehmen im Besitz der Stoiximan-Gruppe. Die Erlaubnis wurde im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt; die Folgeerlaubnis datiert auf den 16.12.2022. Für den deutschen Markt hat Betano damit einen soliden Bestand von fünf Jahren Lizenzhistorie — was bei einem Neueintrag wie Bet3000 fehlt, ist hier reichlich vorhanden.

NEO.bet

NEO.bet schließt die Liste mit der Greenvest Betting Limited als Whitelist-Inhaberin. Erstdatum 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. NEO.bet ist im deutschen Sportwetten-Segment weniger verbreitet als einige der größeren Marken in dieser Liste; was an Sichtbarkeit fehlt, holen die Whitelist-Daten nicht herein, ein Whitelist-Eintrag ist kein Imageträger. Wer einen unaufgeregten Anbieter mit dokumentierter Lizenzhistorie sucht, findet ihn hier.

Worauf ein Leser vor der Anmeldung achten sollte

Eine Lizenz auf der Whitelist ist die Eintrittskarte — die Auswahl unter den zehn Namen hängt davon ab, was der Leser dort an Wettprogramm, Quoten, Limits und Bezahlung tatsächlich vorfindet. Drei Punkte sind allgemeingültig und gelten unabhängig davon, welcher der zehn Anbieter es ist.

Identifikation und eigenes Zahlungskonto

Die Vollidentifikation nach § 6a GlüStV ist Pflicht, bevor Auszahlungen fließen. Wer diese Hürde nicht bestehen will, nutzt das Konto allenfalls zur Spielphase — eine Auszahlung bleibt ohne vorherige Verifikation technisch ausgeschlossen. Wer parallel ein Zahlungskonto auf fremden Namen nutzen will, scheitert an § 6b Abs. 4 GlüStV: Nur Zahlungsmittel auf eigenen Namen bei einem Geldwäsche-pflichtigen Institut sind zugelassen. Krypto, anonyme Prepaid-Karten und Bargeld-Äquivalente sind damit für das lizenzierte Segment ausgeschlossen. Das ist kein Service-Versprechen, sondern Schutzregel — sie schützt Spielerinnen und Spieler vor Kontomissbrauch und schützt die Anbieter vor Geldwäsche.

Wettprogramm und was die GGL nicht erlaubt

Das Wettangebot ist nicht beliebig erweiterbar. § 21 Abs. 1 GlüStV lässt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle im Ereignis zu — als Einzel- oder Kombinationswette. § 21 Abs. 5 GlüStV begrenzt das Wettprogramm auf das, was die GGL genehmigt hat. Wesentliche Einschränkungen, die der Leser kennen sollte:

Wer eines dieser Felder bedienen will, findet es im lizenzierten Segment nicht. Wer darauf verzichten kann, hat vollen Zugang zu allem, was § 21 GlüStV zulässt.

Cash Out

Eine Cash-Out-Funktion, also der Verkauf einer offenen Wette an den Anbieter vor dem eigentlichen Ergebnis, ist im GlüStV nicht geregelt. Die GGL hat dazu keine Vorgabe veröffentlicht. Was ein Anbieter anbietet, ist seine Sache; Leser einer Bestenliste sollten Cash Out dort prüfen, wo er auch ohne deutsche Erlaubnis nicht garantiert ist. „Cash Out“ ohne Bedingungen ist eine Marketingaussage; Cash Out mit Konditionen ist eine Vertragsbestimmung — der Unterschied liegt im Kleingedruckten.

Werbung, Bonus und Sportwettensteuer — drei Felder, die jeder kennen sollte

Drei Felder, die in Marketing und Werbung regelmäßig vermischt werden, sind hier getrennt zu betrachten: die Werberegeln des GlüStV, die Bonus­gestaltung und die Sportwettensteuer.

Werberegeln: Was lizenzierte Anbieter dürfen und was nicht

§ 5 GlüStV regelt die Werbung. Zentral für Sportwetten: Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal ist untersagt, Werbung mit aktiven Sportlern und Funktionären ist verboten, und Affiliate-Vergütung darf nicht umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig sein (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Der Werbeverbotszeitraum 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele — ausdrücklich nicht für Sportwetten. Wer im Fernsehen Werbung für die zehn Anbieter sieht, sieht in der Regel Sportwetten — und das ist nach dem Wortlaut der Norm erlaubt.

Bonus: Warum das Kleingedruckte zählt

Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus deckelt. Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist kommen aus den jeweiligen Anbieterbedingungen. Wer ein Bonusangebot annimmt, sollte die Bedingungen lesen — nicht weil der Anbieter böswillig handelt, sondern weil die Mechanik sonst den eigenen Erwartungen widerspricht. Ein Bonus, der nur mit Quote 2,00 umgesetzt werden kann, kostet mehr als ein Bonus, der ab Quote 1,50 zählt; ein 100-Prozent-Bonus, der mit einem 6-fachen Umsatz auf Bonus plus Einzahlung daherkommt, ist leichter zu lesen als einer, der dieselbe Zahl an eine Mindestquote von 3,00 bindet. Die Marketing­zusage „100 % Bonus“ misst diese Mechanik nicht.

Sportwettensteuer: 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 RennwLottG geregelt: 5,3 Prozent auf die Bemessungs­grundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG). Praktisch sind das rund 5,03 Prozent des bezahlten Einsatzes — die Quote 5,3 / 105,3. Schuldner ist der Veranstalter der Wette (§ 19 RennwLottG), also der Anbieter, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer „5,3 % Steuer auf den Einsatz“ liest, liest in der Regel einen Satz, der die Konstruktion umdreht. Lizenzierte Anbieter klären die Behandlung im Kleingedruckten; wer dort nicht nachliest, läuft Gefahr, eine Quote falsch zu interpretieren.

Wer die Steuer zahlt, ist also zweierlei: Wer sie schuldet (Anbieter) und wer sie wirtschaftlich trägt (Spieler, wenn der Anbieter durchrechnet). Die Frage „Wer trägt sie am Ende?“ hat damit keine einheitliche Antwort, sondern je nach Anbieter eine eigene.

Was die erwartete Marge über ein Beispiel sagt

Eine kleine Rechnung zeigt, was das Quotenniveau konkret macht. Nehmen wir die im Spielerschutz genannte Obergrenze des Einzahlungslimits: 1.000 € monatlich, einmal gesetzt zu gleichen Teilen auf zwei Seiten einer Wette zu Quote 1,90 und 1,90 — eine illustrative Quote, kein aktuelles Angebot.

Der Anbieter hält bei jeder Wette einen Anteil der Einsätze zurück; das ist die Buchmacher-Marge, auch Quotenschlüssel-Differenz genannt. Für eine Zwei-Wege-Wette mit beiden Seiten zu Quote 1,90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), die Marge entsprechend. Bei einem Einsatz von 1.000 €, der vollständig auf beide Seiten verteilt wird, ist das die implizite Marge, die das Wettprogramm über alle Wetten im Mittel einbehält.

Die zu erwartenden Kosten sind damit nicht eine Garantie für eine einzelne Wette, sondern ein statistischer Mittelwert über viele Wetten unter den angenommenen Bedingungen. Wer sein tatsächliches Ergebnis auf eine einzelne Wetterin oder einen einzelnen Wetter bezieht, sieht entweder mehr oder weniger als diesen Mittelwert — je nachdem, wie gut oder schlecht die getippten Ereignisse eintreffen. Die Zahl, die diese Rechnung liefert, ist die Marge, die das lizenzierte deutsche Wettangebot im Mittel zwischen Buchmacher und Spieler aufteilt; sie ist kein Versprechen und kein Verlustausweis.

Wer diese Marge niedrig halten will, vergleicht Quoten vor dem Tipp. Wer die Marge akzeptiert und auf Quote 1,90 wettet, akzeptiert die Rechnung. Wer den Markt ernst nimmt, verlässt sich nicht auf die Mittelwertzahl, sondern auf seine eigene Treffer­quote.

Wer ohne deutsche Lizenz spielt — und was das praktisch bedeutet

Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat im deutschen Rechtsrahmen keine Wirkung, wenn der Anbieter Sportwetten an deutsche Kunden richtet. § 4 Abs. 1 GlüStV definiert das als unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum ist kein Defekt; sie ist irrelevant für die Frage, ob das Angebot in Deutschland erlaubt ist. Die GGL hat am 17.09.2026 Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer zur falschen Adresse spielt, verlässt den Schutzbereich des GlüStV — OASIS ist nicht verbunden, LUGAS nicht, der Panikbutton fehlt, und die 1.000-€-Obergrenze existiert schlicht nicht.

Strafrechtlich ist die Organisatorenseite (§ 284 StGB) härter betroffen als die Spielerseite (§ 285 StGB). Für einzelne Spielende sind Verurteilungen in der Praxis nicht die Regel; das ist weder eine Garantie noch eine Empfehlung. Wer die Spielbank nutzt, sollte wissen, dass er sich außerhalb des Schutzes der GGL bewegt. Zivilrechtlich gibt es Urteile, die unerlaubten Anbietern die Rückzahlung verlorener Einsätze auferlegen; die Frage ist beim EuGH anhängig. Daraus wird kein Anspruch — der Ausgang ist offen.

Was die Aufsicht bringt — und was sie nicht liefert

Die Aufsicht durch die GGL liefert: eine Liste erlaubter Anbieter, ein Ausschluss­system, ein Einzahlungs­limit, eine Regulierung des Wettprogramms, eine Aufsicht über Werbung und über die Konzern­struktur hinter der Lizenz. Sie liefert nicht: ein Ranking der „besten“ Anbieter, eine Quote-Empfehlung, eine Bonusbewertung, ein Urteil über Auszahlungs­geschwindigkeit oder mobiles Spiel.

Wer ein Ranking sucht, bewertet jenseits der Lizenz. Eine Lizenz ist die Voraussetzung, nicht die Antwort auf die Frage, welcher Anbieter der richtige für den eigenen Wettstil ist. Wer das vergisst, verwechselt Zulassung mit Güte.

Häufige Fragen

Wie lässt sich prüfen, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die GGL führt auf glücksspiel-behoerde.de die amtliche Whitelist der erlaubten Anbieter; dort taucht jede Domain unter dem Konzern­inhaber auf. Eine .de-Domain oder ein Impressum reicht nicht — entscheidend ist der Eintrag in der Liste. Wer dort steht, hat eine Erlaubnis der GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV; wer fehlt, hat im deutschen Markt keine Erlaubnis für Sportwetten.

Was bedeutet eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis für das Einzahlungslimit von 1.000 € und das Sperrsystem OASIS?

Erlaubte Anbieter sind an das anbieterübergreifende Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV gebunden — 1.000 € pro Kalendermonat, durchgesetzt über LUGAS. OASIS wird bei Registrierung und Login geprüft, eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate oder ein Jahr, je nachdem, ob der Spieler eine Frist nennt. Im Lizenz­segment ist beides Standard; Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?

§ 4 Abs. 1 GlüStV verlangt für das Anbieten von Glücksspiel in Deutschland eine deutsche Erlaubnis. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum — gleich wie seriös der ausgestellende Staat ist — ersetzt diese Erlaubnis nicht. Die GGL hat im September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor unerlaubten Angeboten gewarnt; das gilt auch für Anbieter mit Curaçao- oder Anjouan-Lizenz, sofern sie sich an deutsche Kunden richten.

Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wer trägt sie am Ende?

Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent auf Einsatz minus Steuer selbst, also rund 5,03 Prozent des bezahlten Einsatzes. Schuldner ist der Anbieter (§ 19 RennwLottG); ob er sie an die Wettenden weitergibt, entscheidet er selbst. Wer eine Wette bei einem lizenzierten Anbieter platziert, sollte prüfen, wie der jeweilige Anbieter die Steuer behandelt — das steht in seinen AGB.

Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?

Nein. Eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL deckt ausschließlich Sportwetten ab. Für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker oder Online-Casino braucht ein Anbieter eine eigene Erlaubnis. Einige der hier vorgestellten Marken besitzen solche zusätzlichen Erlaubnisse — Sportingbet zum Beispiel für virtuelle Automatenspiele —, andere nicht. Whitelist prüfen, Welche Rubrik der Anbieter dort führt, ergibt den genauen Stand.

Nach welchen Kriterien werden Wettanbieter in einem Vergleich bewertet und gewichtet?

Eine seriöse Bewertung trennt Lizenzstatus vom Produkt. Lizenzstatus heißt: Eintrag in der GGL-Whitelist und Gültigkeit der Erlaubnis. Produkt bedeutet: Quotenniveau im konkreten Markt, Markt­tiefe, Live-Angebot, Auszahlungs­quote, Zahlungswege und Geschwindigkeit der Auszahlung. Wer ein Ranking schreibt, legt offen, welche Gewichtung er wählt — und verwechselt Lizenz nicht mit Güte.

Erstellt vom Redaktionsteam „Wettstartbonus”.

Wettanbieter ohne deutsche Lizenz 2026: Rechtslage, OASIS, LUGAS
Wettanbieter ohne deutsche Lizenz 2026: Rechtslage, OASIS, LUGAS

Welche Folgen es hat, ohne GGL-Erlaubnis zu wetten: Rechtslage, OASIS/LUGAS, Tipico-Verfahren vor dem EuGH und…