Wer nimmt in Deutschland Wetten auf die Tour de France an?
Stand: 19 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Die Tour de France 2026 ist gelaufen, vom 4. bis 26. Juli, 21 Etappen, 3.245 km, Start in Barcelona, Ziel in Paris. Wer auch im kommenden Jahr auf Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertungen wetten will, steht in Deutschland vor einer einfachen, harten Voraussetzung: nur wer eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt und auf der amtlichen Whitelist der GGL steht, darf hierzulande überhaupt Wetten auf das Rennen annehmen. Im folgenden Vergleich finden Wettende Anbieter mit gültiger Lizenz, eine Erläuterung der verfügbaren Radsport-Wettarten und eine Einordnung der Wettmargen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Tour de France als Wettgegenstand
- Lizenzierte Anbieter für Tour de France Wetten
- Was die Anbieter im Radsport leisten
- Anbieterprofile
- Rechtslage für Tour de France Wetten in Deutschland
- Spielerschutz bei einem dreiwöchigen Rennen
- Wettarten auf die Tour de France
- Was die Marge in der Quote bedeutet
- Quoten und Auszahlung am Beispiel Gesamtsieg
- Wettsteuer im Radsport
- Häufige Fragen zur Tour de France als Wettgegenstand
Die Tour de France als Wettgegenstand
Die Tour de France ist seit 1903 ein Sommerereignis, mit dem Radsport in Europa steht und fällt. Gegründet von der Pariser Sportzeitung „L’Auto“, gestartet am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern, organisiert seit 1992 von der Amaury Sport Organisation (ASO). Eine moderne Austragung umfasst rund 20 Etappen, verteilt über drei Wochen im Juli. Seit 1998 pendelt die Streckenlänge um die 3.500 km; die kürzeste Tour maß 2.428 km (1903), die längste 5.745 km (1926).

Drei Strukturen prägen das Wettangebot auf eine Rundfahrt, und sie unterscheiden sich grundsätzlich von dem, was ein Bundesliga-Spieltag hergibt. Erstens: kein wöchentlicher Spielplan, sondern ein zusammenhängendes Etappenrennen mit eigener Dynamik. Zweitens: vier Wertungen laufen parallel, die Gesamtwertung nach addierten Zeiten, die Punktewertung, die Bergwertung und seit 1975 die Nachwuchswertung. Drittens: der Ausgang einer Etappe ist oft offen, selbst wenn die Gesamtwertung es nicht mehr ist. Das verschiebt, welche Märkte für Wettende überhaupt sinnvoll sind.
Wer in Deutschland eine Wette auf eine dieser Etappen platzieren will, landet beim gleichen Filter wie bei jeder anderen Sportwette: nur Anbieter mit einer Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und einem Eintrag auf der GGL-Whitelist dürfen Sportwetten im Internet anbieten. Eine .de-Domain allein beweist das nicht, eine maltesische oder curaçaoische Lizenz ebenfalls nicht, der Whitelist-Eintrag schon.
Lizenzierte Anbieter für Tour de France Wetten
Die folgende Übersicht führt zehn Anbieter auf, deren Sportwetten-Domain am 2. Oktober 2026 auf der Whitelist stand. Die Tabelle nennt den Anbieter, die Whitelist-Position, also den Inhaber der Erlaubnis, und das Datum, an dem die Erlaubnis für die jeweilige Domain erstmals erteilt wurde. Das Erstdatum beschreibt den Zeitpunkt der Erstgenehmigung; über Folge- und Verlängerungsbescheide schweigt die Tabelle, weil sie für die Frage, wer hier legal wetten darf, keine Rolle spielen.
| Anbieter | Whitelist-Status & Erlaubnisinhaber | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| VBet | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Jede dieser Marken gehört zu einem Anbieter mit Sitz in Malta, was in der europäischen Glücksspielaufsicht üblich ist; die deutsche Erlaubnis ist das, was zählt, nicht der Gesellschaftssitz. Bet3000 ist der jüngste Neuzugang in der Runde, die Erlaubnis wurde am 22. April 2026 erteilt. ODDSET, Sportingbet und NEO.bet gehören zu den etablierten Lizenznehmern der ersten Stunde, ihre Erlaubnis datiert vom Herbst 2020. Wer eine Lizenz besitzt, darf auf der gelisteten Domain Sportwetten anbieten; die Erlaubnis deckt nicht zwangsläufig auch Casino, Poker oder Slots ab, das sind eigene Verfahren nach anderen Paragraphen des Glücksspielstaatsvertrags.
Was die Anbieter im Radsport leisten
Die zehn Häuser unterscheiden sich nicht in der Frage, ob sie Tour-de-France-Wetten anbieten, sondern wie tief ihr Radsport-Programm ist und welche Funktionen eine laufende Etappe begleiten. Drei Punkte, an denen sich die Angebote messen lassen.
Radsport-Märkte und Wettarten
Das Mindeste, das ein Anbieter für eine Grand-Tour-Rundfahrt im Programm hat: Sieger der Gesamtwertung, Etappensieger, Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern, und mindestens die Trikotwertungen. Bei größeren Häusern kommen Wetten auf Etappenform (Flachetappe, Bergetappe, Zeitfahren) und Spezialmärkte wie „Fahrer gewinnt die ersten drei Etappen“ hinzu. Welche dieser Märkte ein Anbieter tatsächlich anbietet, lässt sich nur am Wettschein vor Etappenstart prüfen, weil das Programm etappenweise auf- und umgebaut wird. Die GGL schreibt für das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 GlüStV nur vor, was überhaupt erlaubt ist, nicht, was jeder Anbieter ins Programm nehmen muss.
Livewetten auf eine laufende Etappe
Während der drei Wochen sind Livewetten für viele Wettende der eigentliche Anlass. Was der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt, steht in § 21 Abs. 4: live darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, oder auf das nächste Ereignis im Rennen, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Radsport ist das nächste Ereignis oft die nächste Zieldurchfahrt einer Ausreißergruppe oder der nächste kategorisierte Anstieg; ob ein Anbieter das als „nächstes Ereignis“ anbietet, hängt davon ab, wie er den Markt schneidet. Märkte, die nicht unter diese Definition fallen, etwa Wetten auf den nächsten Punktverlust oder die Reihenfolge im Feld, sind auf lizenzierten Plattformen nicht verfügbar. Gewinne werden nach dem offiziellen Ende der Etappe ausgezahlt, ein Cash-Out in Echtzeit, also eine vorzeitige Auszahlung, ist eine reine Anbieterfunktion ohne gesetzliche Grundlage.
Funktionen an der Seite der Wette
Betano bewirbt in der App einen Bet Builder, der mehrere Märkte derselben Etappe kombiniert, und Cash Out auf laufende Wetten. Sportingbet nennt einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten auf Radsport. Betway zeigt den Cash-Out-Wert grundsätzlich unter „Meine Wetten“ und erlaubt Teilauszahlungen. Winamax bewirbt eine quotenbezogene Odoxa-Studie, nach der das Haus bei 45 % der untersuchten Quoten (2.967 Spiele aus Fußball, Tennis, Handball zwischen 1. April und 30. August 2025) auf Platz eins lag, also keine Radsport-spezifische Aussage, aber ein Beleg dafür, dass das Haus den Quoten-Vergleich überhaupt sucht. VBet, Interwetten, ODDSET, NEO.bet, Tiptorro und Bet3000 schweigen in den hier geprüften Quellen zu Cash Out, Bet Builder oder Livestreams im Radsport; ob sie es anbieten, sagt das Wettprogramm des jeweiligen Anbieters vor Etappenstart.
Anbieterprofile
Die folgenden Profile zeichnen nach, was die Whitelist über den Anbieter sagt, was das eigene Wettangebot an Radsport-Funktionen mitliefert und für wen der Anbieter am ehesten passt. Sie sind keine Empfehlung, sondern eine Lesehilfe: jede Marke lizenziert, jede mit einem anderen Profil.
ODDSET
ODDSET wird vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt, Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. Die Marke gehört zu den Traditionshäusern des deutschen Marktes, der Vertrieb läuft über das Filialnetz der Lotto-Gesellschaften ebenso wie online. Für Wettende, die ihren Schein am Schalter der Annahmestelle abgeben, ist ODDSET der einzige lizenzierte Anbieter in dieser Liste, der diesen Weg überhaupt anbietet. Wer online und anonym unterwegs ist, ist hier fehl am Platz, der Vorteil der Marke liegt im stationären Vertrieb, nicht im mobilen Wettprogramm.
Tiptorro
Tiptorro gehört zur Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, die App wird im Apple App Store unter dem Namen „Tiptorro“ geführt und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter GGL-Aufsicht. Die Marke tritt in Deutschland unter dem Schwesternamen Tipico auf, ist aber im Whitelist-Eintrag eigenständig gelistet. Das ist relevant, weil die Tiptorro-Lizenz die einzige Tour-de-France-Wettmöglichkeit der Tipico-Gruppe in Deutschland ist, die das Tiptorro-Programm trägt; wer im Tipico-Hauptkonto unterwegs ist, tippt auf eine andere Domain mit anderer Erlaubnis. Wer Tiptorro nutzt, sollte die App-Beschreibung und die Whitelist-Domain prüfen, bevor er einzahlt, denn die Konzernverwandtschaft mit Tipico verleitet zu Verwechslungen, die in Streitfällen teuer werden können.
Winamax
Winamax istbisher vor allem als Pokermarke bekannt, die deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist da. Im Footer wirbt das Haus mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“, gestützt auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen April und August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für Radsport gilt diese Aussage nicht spezifisch, sie zeigt aber, dass Winamax überhaupt einen Anspruch auf Quotenspitze erhebt. Wer in einer Marke wetten will, die ihre Quoten vergleicht und offensiv bewirbt, ist hier richtig; wer die Tour de France als alleinigen Anlass nimmt, sollte prüfen, ob das Radsport-Programm die Etappenmärkte trägt, die er sucht.
VBet
VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben, die GGL-Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Das Haus gehört damit zur zweiten Welle der Lizenzierungen, die nach Inkrafttreten des GlüStV 2021 in den Markt kam. VBet tritt international eher in Nischen-Sportarten auf, in Deutschland ist das Radsport-Programm nicht in den hier geprüften Quellen dokumentiert. Wettende, die mit der Marke vertraut sind, finden hier einen lizenzierten Anbieter, der Rest ist Programm-Arbeit vor Etappenstart.
Sportingbet
Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 9. Oktober 2020, mit Folgebescheid vom 21. Dezember 2022. Das Haus nennt in seinem Sportwetten-Angebot einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, zu den abgedeckten Sportarten gehören Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Radsport fehlt in dieser Liste, was nicht heißt, dass die Tour nicht im Programm ist, sondern dass sie im Marketing-Text nicht auftaucht. Wer einen Anbieter mit einem ausgewiesenen Konfigurator sucht, sollte das Etappenprogramm vor Wettabgabe prüfen, ob die gewünschte Kombination trägt.
Betano
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 19. Februar 2021. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport-Streaming ist in dieser Liste nicht aufgeführt, Bet Builder und Cash Out funktionieren aber nach Anbieterangabe auch bei Radsport-Märkten, sofern der Markt die Kombination erlaubt. Für Wettende, die auf eine Etappe mit kombinierten Märkten setzen wollen, ist das die relevanteste Funktion im Feld.
NEO.bet
NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben, die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Marke gehört damit zu den ersten Lizenznehmern, der Marktauftritt ist schmaler als bei den großen Häusern. Welche Radsport-Märkte NEO.bet anbietet, hängt vom aktuellen Sportwettprogramm des Anbieters ab, das sich je nach Etappenprofil ändert. Wer einen kleinen, lizenzierten Anbieter sucht, sollte das Etappenprogramm vor Wettabgabe prüfen; das Haus ist verlässlich lizenziert, der Rest ist Verfügbarkeit.
Betway
Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 9. März 2021, Folgebescheid 23. Dezember 2022. Beim Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, ausgezahlt werden kann der ganze Betrag oder ein Teil. Betway nennt zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Für Radsport ist diese Funktion in den geprüften Quellen nicht beschrieben. Wer auf Etappensiege mit Teilauszahlung setzt, findet hier einen Anbieter mit klar dokumentierter Cash-Out-Mechanik, der Rest ist Etappenprogramm.
Bet3000
Bet3000 wird in Deutschland von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben, die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 22. April 2026. Das ist das jüngste Datum in dieser Liste, das Haus ist frisch im deutschen Markt. Welche Radsport-Märkte Bet3000 anbietet, hängt vom aktuellen Sportwettprogramm des Anbieters ab, das sich je nach Etappenprofil ändert. Wer einen lizenzierten Anbieter sucht, der seit dem Frühjahr 2026 unter deutscher Aufsicht steht, ist hier richtig; das Wettprogramm muss vor Etappenstart geprüft werden, weil die Marke im deutschen Sportwetten-Markt neu ist.
Interwetten
Interwetten wird in Deutschland von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben, Whitelist-Eintrag seit 2. November 2020. Die Marke gehört zu den Pionieren der Online-Sportwette in Europa und ist seit langem in Deutschland aktiv. Welche Radsport-Funktionen Interwetten anbietet, hängt vom aktuellen Sportwettprogramm des Anbieters ab, das sich je nach Etappenprofil ändert. Wer einen lizenzierten Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht und das Wettprogramm vor Etappenstart prüft, ist hier richtig.
Rechtslage für Tour de France Wetten in Deutschland
Wetten auf die Tour de France unterliegen dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), in Kraft seit 1. Juli 2021, und der Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale). Drei Punkte entscheiden darüber, ob eine Wette hier zulässig ist.

Die Whitelist als einziger Lackmustest
Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, vermittelt durch die GGL. Die GGL führt die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, sie ist die einzige verbindliche Quelle. Am 2. Oktober 2026 listete die Whitelist 30 Einträge, 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist gelistet.
Die Folgebescheide, die viele Erlaubnisse zwischen 2022 und 2026 verlängert oder neu gefasst haben, stehen in der Whitelist nur teilweise, weil die Liste Erstdaten und Inhaber nennt, nicht den Verlauf. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, ein Enddatum veröffentlicht die GGL nicht. Wer prüfen will, ob ein Anbieter zum Zeitpunkt der Wette erlaubt ist, prüft den Whitelist-Eintrag am Tag der Wettabgabe.
Was darf auf eine Etappe gewettet werden
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt festquotierte Wetten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Verlauf, einzeln oder in Kombination. § 21 Abs. 5 schreibt vor, dass nur Wettarten erlaubt sind, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat. Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung, dazu Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. Beim Radsport bedeutet das: dritte Liga und darunter zählt als Amateursport, dort sind keine Wetten erlaubt, die Tour de France als UCI-World-Tour-Rennen nicht.
Was live erlaubt ist
Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder das nächste vergleichbare Ereignis im Rennen zulässig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Radsport ist das nächste vergleichbare Ereignis eine Zieldurchfahrt, ein kategorisierter Anstieg oder das Erreichen eines Zeitnahme-Punkts, je nachdem, wie der Anbieter den Markt schneidet. Wetten auf den nächsten Bonussekunden-Verlust oder die Reihenfolge im Hauptfeld sind auf lizenzierten Plattformen nicht verfügbar. Gewinne werden nach dem offiziellen Ende der Etappe ausgezahlt, Cash-Out in Echtzeit ist eine Anbieterfunktion, nicht eine gesetzliche.
Steuer
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rechnerisch rund 5,03 % des gezahlten Betrags ergibt. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler, ob und wie der Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, steht in seinen AGB. Eine Wette über 100 €, bei der der Anbieter die Steuer intern trägt, kostet den Anbieter rund 5,03 €; eine Wette, bei der der Anbieter die Steuer vom Einsatz abzieht, lässt nur 94,97 € als Wetteinsatz übrig. Auf der Quittung steht der Bruttoeinsatz, der Nettoeinsatz im Wettschein ist die reale Bezugsgröße für die Auszahlung. Wer die Steuerlast wissen will, liest die AGB des Anbieters, nicht das RennwLottG.
Spielerschutz bei einem dreiwöchigen Rennen
Eine Grand Tour ist lang, drei Wochen, jeden Tag eine Etappe, oft zwei am Wochenende. Wer die Tour de France über die volle Distanz bespielt, setzt häufiger als in jeder anderen Sportart. Der Spielerschutzrahmen des GlüStV ist deshalb nicht abstrakt, sondern betrifft jeden, der auf eine Etappe wettet.
Einzahlungslimit
Seit dem GlüStV 2021 gilt nach § 6c Abs. 1 ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei der LUGAS. Wer mit höheren Einsätzen spielen will, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, eine Selbsterklärung reicht nicht. Anbieter dürfen das Limit für einzelne Spieler auf bis zu 10.000 € anheben und für höchstens ein Prozent ihrer aktiven Spieler auf bis zu 30.000 €, jeweils nur gegen Nachweis. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.
Während der Tour de France zählt jeder Euro, der auf einer Etappenwette landet, gegen dieses Limit, sobald die Einzahlung auf dem Wettkonto eingeht, nicht erst bei der Wettauswertung. Wer auf den Gesamtsieger setzt und auf zehn Etappensiege parallel, hat mit 1.000 € monatlich nicht viel Spielraum, wenn er nicht nachweist, dass er mehr ausgeben kann.
Sperrdatei OASIS
OASIS, das Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, ist die zentrale Sperrdatei für Deutschland. Anbieter mit deutscher Erlaubnis sind verpflichtet, jeden Login und jede Registrierung gegen OASIS zu prüfen. Eine Selbstsperre, die der Spieler selbst beantragt, dauert mindestens drei Monate, wenn er eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer einmal gesperrt ist, kann sich nicht bei einem anderen lizenzierten Anbieter anmelden, OASIS ist anbieterübergreifend.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine 24-Stunden-Sperre aus, ohne Antrag, ohne Begründung. Wer nach einer verlorenen Etappenwette merkt, dass die nächste Wette nicht mehr aus Vernunft kommt, klickt den Panikbutton und hat 24 Stunden zum Nachdenken.
Parallelspiel und Kontrolle
§ 6h GlüStV verbietet paralleles Spielen über Anbieter hinweg, technisch umgesetzt über die Aktivitätsdatei der LUGAS. Zwei Anbieter parallel zu nutzen, ist auf lizenzierten Plattformen nicht möglich. Die Aktivitätsdatei erkennt den parallelen Login und blockiert die zweite Sitzung.
Wer sich vor einer Selbstsperre schützen will, nutzt OASIS; wer den Überblick über seine Einsätze behalten will, nutzt die Aktivitätsdatei; wer im Notfall eine Pause braucht, nutzt den Panikbutton. Drei Wege, alle auf lizenzierten Anbietern verfügbar, alle auf Offshore-Plattformen nicht.
Anlaufstellen für Betroffene
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt mit „Check-Dein-Spiel“ ein Beratungsangebot zu problematischem Glücksspiel. Die Nummer gegen Kummer berät unter 116 111, anonym und kostenfrei. Beide Stellen arbeiten unabhängig vom Anbieter, ein Sperrantrag bei OASIS wird dort nicht gestellt, das läuft direkt beim Anbieter oder über die Sperrdatei.
Wettarten auf die Tour de France
Vier Wertungen laufen parallel, und jede trägt eigene Märkte. Dazu kommen Etappensiege, Head-to-Head-Duelle und Kombinationen. Die folgende Übersicht ordnet das Angebot nach dem, was eine Rundfahrt wetbar macht.
Gesamtsieger
Die Gesamtwertung addiert die Zeiten aller Fahrer über 21 Etappen, der Führende trägt das gelbe Trikot. Die Wette auf den Gesamtsieger wird vor dem Grand Départ platziert und nach der Schlussetappe ausgewertet, die seit 1967 immer an einem Sonntag stattfindet. Die Quote für den Gesamtsieger ist niedrig, wenn ein Fahrer die Konkurrenz dominiert, und höher, wenn das Feld offen ist. Tadej Pogačar hat die Tour 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 gewonnen, fünf Gesamtsiege, was ihn gemeinsam mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain zum Rekordsieger macht. Wer auf den Gesamtsieger 2027 setzt, setzt gegen ein Feld, in dem Pogačar nicht favorisiert sein muss.
Etappensieger
Jede der 21 Etappen hat einen eigenen Sieger, oft einen anderen als den Gesamtführenden. Ausreißer gewinnen regelmäßig Etappen, gerade in den Flachetappen der ersten Woche, und die Quoten für Etappensieger sind in der Regel deutlich höher als die für den Gesamtsieg. Wer sein Geld auf mehrere Etappensieger verteilt, spielt Kombiwetten, deren Quote sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Bei fünf Etappensieger-Quoten von 4,0 ergibt die Kombiwette eine Gesamtquote von 1.024, was bei einem Einsatz von 10 € einen Bruttogewinn von 10.240 € bedeutet, ein Treffer vorausgesetzt.
Trikotwertungen
Neben dem gelben Trikot des Gesamtführenden gibt es das grüne Trikot für die Punktewertung, das gepunktete Trikot für die Bergwertung und das weiße Trikot für die Nachwuchswertung. Die Punktewertung wird über Platzierungen bei Etappenankünften und Zwischensprints vergeben, Mads Pedersen trug das grüne Trikot bei der Tour 2026. Die Bergwertung wird über Punkte an kategorisierten Anstiegen vergeben, Richard Carapaz trug 2026 das gepunktete Trikot. Wetten auf die Trikotwertungen sind eigene Märkte, oft mit höheren Quoten als die Gesamtsieger-Wette, weil die Favoritenlage unklarer ist.
Head-to-Head
Bei Head-to-Head-Wetten vergleicht der Anbieter zwei Fahrer in einer Wertung, der Sieger ist, wer in der jeweiligen Wertung vor dem anderen liegt. Diese Märkte sind einfacher zu lesen als die direkten Siegerwetten, weil der Ausgang binär ist: A oder B. Die Quoten liegen meist zwischen 1,80 und 2,20, was die Marge des Anbieters im Markt zeigt. Wer Head-to-Head-Quoten vor Etappenstart vergleicht, sucht die größte Differenz zwischen den Anbietern.
Etappentyp und Form
Manche Anbieter bieten Wetten auf den Etappentyp an, Flachetappe, Bergetappe, Zeitfahren, hügelig. Diese Märkte sind seltener und stärker von der Streckenführung abhängig. Wer den Etappenkalender vor der Tour studiert, kann hier Quoten finden, die das Wettprogramm eines einzelnen Anbieters nicht vollständig abbildet.
Was die Marge in der Quote bedeutet
Jede Quote, die ein Anbieter anbietet, enthält eine Marge. Das ist der Anteil, den der Anbieter von jeder Wette einbehält, bevor er Gewinne auszahlt. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht in Wahrheit zwei Margen, nicht zwei Quoten.
Wie die Marge rechnerisch entsteht
Bei einer Zwei-Wege-Wette mit den Quoten q₁ und q₂ berechnet sich die Auszahlungsquote (im Markt-Jargon „Quotenschlüssel“) als 1 ÷ (1/q₁ + 1/q₂). Sind beide Quoten 1,90, ergibt sich:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95.
Die Marge ist dann 1 − 0,95 = 0,05, also 5 %. Bei einem fairen Markt ohne Buchmachermarge stünden beide Quoten auf 2,00, die Auszahlungsquote wäre 1,00. In der Realität steht der Anbieter auf beiden Seiten und nimmt 5 % jedes Einsatzes als Gebühr. Bei 1.000 € Gesamtumsatz auf einer Etappe mit Quoten 1,90/1,90 zahlt der Anbieter 950 € an die Wettenden aus und behält 50 €.
Was die Marge für die Wettenden bedeutet
Bei einer Quote von 1,90 ohne Marge würde die Wette bei Treffer 1,90 € pro 1 € Einsatz auszahlen. Mit 5 % Marge zahlt sie real 1,90 × 0,95 = 1,805 € aus. Der Unterschied zwischen nomineller und realer Auszahlung ist klein, er skaliert aber mit jeder Wette. Wer 100 € auf 1,90 setzt, gewinnt nominell 90 € Gewinn, real nach Marge 80,50 € Gewinn. Wer jede Etappe der Tour mit 50 € Einsatz bespielt, verliert über 21 Etappen rechnerisch 52,50 € an Marge, wenn er genau ausgleicht, was er bei 21 Wetten unter 1,90/1,90-Quoten kaum schafft.
Die Marge ist ein statistischer Erwartungswert, kein garantierter Verlust. Wer eine Quote von 2,50 auf einen Außenseiter nimmt, mag trotzdem gewinnen, der Anbieter verliert in diesem Fall Geld. Über die Gesamtheit aller Wetten auf einer Etappe verdient der Anbieter seine Marge, der einzelne Wettende kann sie durch geschickte Auswahl übertreffen. Die Marge ist die Hürde, die der Wettende nehmen muss, der Anbieter hat sie eingebaut.
Warum Margen zwischen Anbietern variieren
Die Marge ist eine Geschäftsentscheidung des Anbieters. Winamax wirbt mit der Odoxa-Studie, die das Haus bei 45 % der untersuchten Quoten vorne sieht, also einen unterdurchschnittlichen Margenanspruch. Andere Anbieter setzen höhere Margen, gerade in Nischen-Sportarten wie Radsport, weil die Liquidität geringer ist. Wer auf Radsport-Quoten vergleicht, vergleicht Margen in einem schmalen Markt, in dem 1 bis 2 Prozentpunkte Unterschied viel ausmachen.
Quoten und Auszahlung am Beispiel Gesamtsieg
Eine Wette auf den Gesamtsieger ist die einfachste Form einer Tour-de-France-Wette. Sie wird vor dem Grand Départ platziert und nach der Schlussetappe ausgewertet. Wer 10 € auf Pogačar zur Quote 2,50 setzt, gewinnt bei seinem fünften Toursieg 25 € brutto zurück, Einsatz plus Gewinn, abzüglich der Wettsteuer, falls der Anbieter sie vom Gewinn abzieht.
Wie sich die Auszahlung berechnet
Die Auszahlung einer Einzelwette ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei 10 € Einsatz und Quote 2,50 ist die Auszahlung 25 €, der Nettogewinn 15 €. Bei Quote 5,00 wäre die Auszahlung 50 €, der Nettogewinn 40 €. Die Wettsteuer von 5,3 % auf den Bruttoeinsatz abzüglich der Steuer selbst entspricht rund 0,48 € bei 10 € Einsatz, falls der Anbieter sie vom Einsatz abzieht, der effektive Einsatz sinkt auf 9,52 € und die Auszahlung entsprechend.
Wie sich die Kombiwette berechnet
Eine Kombiwette multipliziert die Einzelquoten. Wer drei Etappensieger mit den Quoten 3,00, 4,00 und 2,50 kombiniert, spielt zur Gesamtquote 3,00 × 4,00 × 2,50 = 30,00. Ein Einsatz von 10 € zahlt bei Treffer 300 € brutto aus, Nettogewinn 290 €. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Etappensieger treffen, ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten, und genau hier sitzt die Marge des Anbieters: jede Einzelquote enthält bereits einen Abschlag, der in der Kombiwette multipliziert wird.
Kombiwetten sind nicht deshalb schlechter als Einzelwetten, weil sie riskanter sind, sondern weil die Marge mit jeder Auswahl wächst. Wer drei Einzelwetten mit denselben Quoten separat spielt, hat die Marge dreimal isoliert; in der Kombiwette ist die Marge dreimal multipliziert, was sich bei niedrigen Quoten kaum auswirkt, bei mittleren Quoten aber spürbar wird.
Wie die Marge im Beispiel wirkt
Bei den drei Etappensieger-Quoten 3,00, 4,00 und 2,50 liegt die faire Kombiquote (ohne Marge) bei 3,00 × 4,00 × 2,50 = 30,00, was einer angenommenen Auszahlungsquote von 100 % entspricht. Jede dieser Quoten enthält aber eine Marge; konservativ geschätzt 5 % pro Markt, ist die reale Kombiquote näher an 30 × 0,95³ = 30 × 0,857 = 25,7. Die Auszahlung bei 10 € Einsatz sinkt von 300 € auf etwa 257 €. Über 21 Etappen und alle parallel laufenden Wetten akkumuliert sich dieser Unterschied.
Wettsteuer im Radsport
Die Sportwettensteuer ist eine Besonderheit des deutschen Marktes, die in den meisten anderen europäischen Märkten nicht erhoben wird. Malta und Curaçao kennen keine Wettsteuer, was Offshore-Anbieter gelegentlich bewerben. In Deutschland ist die Steuer Pflicht, der Anbieter entscheidet aber, wer sie trägt.
Wie die Steuer berechnet wird
Nach §§ 17, 18 RennwLottG beträgt die Steuer 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist. Rechnerisch entspricht das 5,3 / 105,3 = 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Bei 100 € Einsatz zahlt der Veranstalter rund 5,03 € Steuer an das Finanzamt, der Wettende sieht auf seiner Quittung 100 € Einsatz. Wer 100 € auf Quote 2,00 setzt, gewinnt 200 € brutto, der Anbieter behält davon 5,03 € für die Steuer ein und zahlt 194,97 € aus, falls er die Steuer intern trägt.
Wer die Steuer trägt
Drei Modelle sind auf dem Markt üblich. Der Anbieter trägt die Steuer intern und zahlt den vollen Bruttogewinn aus. Der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, der effektive Einsatz sinkt, die Auszahlung sinkt entsprechend. Der Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab, der Bruttoeinsatz zählt, der Nettogewinn sinkt. Welches Modell ein Anbieter anwendet, steht in seinen AGB. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“, was bedeutet, dass das Haus die Steuer intern trägt; bei anderen Anbietern ist das nicht der Fall.
Warum die Steuer für die Wettenden zählt
Auf den ersten Blick sind 5 % ein kleiner Posten. Über eine ganze Tour gerechnet wird er relevant. Wer auf 21 Etappen je 50 € Einsatz spielt, zahlt bei 5,03 % Steuerlast rund 53 € an den Fiskus, falls der Anbieter die Steuer weitergibt. Bei 10 € Einsatz pro Etappe sind es 10,55 €. Wer einzelne Anbieter direkt vergleicht, sollte die Wettsteuer in den Vergleich einbeziehen, weil sie einen Teil der Marge ist, die ohnehin in jeder Quote steckt.
Steuerzahlung ist keine Lizenz. Auch ein Anbieter, der Wettsteuer abführt, kann unerlaubt sein, die GGL warnt explizit vor illegalen Angeboten wie „Platincasino“ und stellt klar, dass die Whitelist das einzige verlässliche Zeichen einer Erlaubnis ist.
Häufige Fragen zur Tour de France als Wettgegenstand
Wo darf in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Auf jeder Domain, die auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, am 2. Oktober 2026 sind das 27 Inhaber. Eine .de-Domain, eine maltesische Lizenz oder Werbung mit „lizenziert“ sind keine ausreichenden Belege, der Whitelist-Eintrag schon. Wer auf der Whitelist steht, darf auch auf die Tour de France Wetten anbieten, das Radsport-Programm selbst ist Sache des Anbieters.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?
Gesamtsieger, Etappensieger, Trikotwertungen (gelb, grün, gepunktet, weiß) und Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern. Bei größeren Anbietern kommen Etappentyp-Wetten und Spezialmärkte wie „Fahrer gewinnt die ersten drei Etappen“ hinzu. Welche dieser Wettarten ein Anbieter tatsächlich anbietet, steht in seinem Etappenprogramm vor dem Grand Départ.
Wann lief die Tour de France 2026, und kann man noch darauf wetten?
Die Tour 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Sie ist ausgewertet, eine Wette auf den Ausgang ist nicht mehr möglich, weil die Veranstaltung beendet ist. Wer auf den Ausgang der Tour 2027 wetten will, wartet auf den Grand Départ im Juli 2027 und die dann aktuellen Quoten der Anbieter.
Welche Livewetten sind während einer Etappe erlaubt?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder das nächste vergleichbare Ereignis im Rennen, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Radsport sind das je nach Marktschnitt Zieldurchfahrten, kategorisierte Anstiege oder Zeitnahme-Punkte. Märkte, die nicht unter diese Definition fallen, etwa die Reihenfolge im Feld, sind auf lizenzierten Plattformen nicht verfügbar. Gewinne werden nach dem offiziellen Ende der Etappe ausgezahlt.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette?
Auszahlung = Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei 10 € Einsatz und Quote 2,50 ist die Auszahlung 25 €, der Nettogewinn 15 €. Die Wettsteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst (rund 5,03 % des Bruttoeinsatzes) wird vom Anbieter entweder intern getragen oder vom Einsatz oder Gewinn abgezogen, je nach AGB. Die Marge in der Quote ist der Anteil, den der Anbieter unabhängig vom Ausgang einbehält, rechnerisch 1 − (1 ÷ Summe der Kehrwerte aller Quoten).
Wie wird die Sportwettensteuer bei Radsportwetten berücksichtigt?
Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende, sie beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Ob der Anbieter die Steuer intern trägt, vom Einsatz abzieht oder vom Gewinn abzieht, steht in seinen AGB. Auf dem Wettschein steht der Bruttoeinsatz, der reale Wetteinsatz im Schein hängt vom Modell des Anbieters ab. Wer die Steuerlast kennen will, liest die AGB oder den Hilfetext des Anbieters, das RennwLottG schweigt zur Frage der Überwälzung.
Geschrieben von der Redaktion „Wettstartbonus”.
